Hüttenwochenende in Oberstaufen

Nachdem schon seit gefühlten Jahrhunderten ein gemeinsames Hüttenwochenende geplant war, hat es heuer endlich geklappt. Am Freitag den 18.11.11 startete eine Gruppe wackerer Allkämpfer ihre Reise ins Ungewisse nach Oberstaufen. Keiner ahnte, was ihn oder sie dort erwarten würde. Wie wird das Wetter? Wie lang bzw. anstrengend wird die Wandertour, die Flo als „gmütlich“ bezeichnet hat? Was ist das überhaupt für eine Hütte? Mit wem (bzw. wie lange J ) bin ich auf meinem Zimmer?
Wir waren dank dem Flo in der Hütte der Augsburger Feuerwehr untergebracht, die wirklich sehr hübsch und in einem top Zustand war und sogar jetzt noch ist (im zweiten Stock zumindest… :-P ).
Nach unserer Ankunft am Freitagabend wurde zuerst eingekauft und dann gemeinsam gekocht. Nachdem wir uns alle den Bauch vollgeschlagen hatten (und teilweise auch schon vorher), mussten noch verschiedenste Besprechungen abgehalten werden um die noch offenen Fragen zu klären. Diese wurden aber allseits als sehr positiv empfunden.
Gegen ein Uhr Nachts fielen dann bereits die ersten Bäume in der Umgebung, was dazu führte, dass mancher sich am nächsten Morgen nicht mehr da wiederfand, wo er sich am Abend zuvor schlafen gelegt hatte.
Nach einem ausgiebigen Frühstück (besonders die frisch (auf-)gebackenen Brezen und hartgekochten Eier fanden bei den Teilnehmern großen Anklang) starteten wir am Samstagvormittag unsere gemeinsame Bergtour auf den Hochgrat.
Auf die Wanderung hatten sich alle verschieden intensiv vorbereitet. Besonders der Kleidungsstil war sehr unterschiedlich. Es war alles dabei - von perfekt ausgestattet, über eher extravagant, bis hin zu „nicht (hier) vorhanden“.
Ein wenig Erstaunen trat in der Gruppe auf, als wir, trotz unseres abnormen Tempos, von einem jungen Herren überholt wurden, der einfach mal gemütlich auf den Berg joggte. Vor allem die weiblichen Teilnehmerinnen waren davon sehr beindruckt: „Schaut’s euch mal die Wadeln an! Geil…!!“
Auch ein süßer kleiner Junge, mit seinem (ihn) überragenden Hund, sorgte für Entzücken bei den Wanderern – bis er seinen Mund öffnete. Ein sehr überzeugendes „Doblaiba!“ ermahnte seinen Hund, sich nicht zu weit von ihm zu entfernen.
Oben auf dem Berg konnten dann Jung und Alt ihren Spieltrieb ausleben.
Der gemeinsame Hallenbadbesuch war auch ein voller Erfolg. Beim „Turmspringen“ in riesige Luftblasen, Saunieren, Rutschen und Entspannen kam jeder auf seine Kosten. Mancher erfreute sich sogar daran, andere Männer eifersüchtig zu machen, als er gleich mit zwei Mädels im Arm den Whirlpool belagerte. Es kam aber leider auch zu einem fluchtartigen Verlassen der Panoramasauna durch einen Teilnehmer - um weitere Ausschreitungen zu verhindern - nachdem ein netter, älterer Herr freundlich auf ein an der Wand hängendes „Ruhezone“-Schild aufmerksam gemacht hatte. Diesem Hinweis fügte er großzügigerweise sogar noch die dazu passende, bayrische Übersetzung hinzu, um auch allseits verstanden zu werden. Trotz allem war er aber nicht restlos davon überzeugt, dass er auch überall Gehör gefunden hatte. Sofortiges Schweigen aller (verbliebenen) Anwesenden räumte jedoch alle weiteren Zweifel aus, sodass er sogar - entgegen der Bitte seiner Frau - noch gerne etwas länger bei uns blieb.
In der Pizzeria belohnte man sich dann für die überstandenen Strapazen des Tages. Vereinzelt auftretende Rufe nach einem kleinen Verdauungsschnaps wurden von der Kellnerin jedoch gekonnt ignoriert.
Mit Spielen, Witzen und noch ein paar unvermeidlichen Besprechungen wurde der Tag entspannt beendet.
Die Sommerrodelbahn am Sonntagvormittag wurde von manchem mit einer gemütlichen Erkundungstour verwechselt, war aber ansonsten auch sehr schön.

Am Sonntagmittag waren sich dann alle einig: Es war ein super Wochenende an dem wohl jeder seinen Spaß hatte!

Gipfel


Sommerrodeln